Zwischen Reformdruck und Überlastung
Die Herausforderungen der Jobcenter nehmen weiter zu
Die geplanten Änderungen im SGB II erhöhen den Druck auf die Beschäftigten weiter und sorgen vielerorts für große Verunsicherung.
Beschäftigte, Führungskräfte und die Personalvertretungen berichten übereinstimmend, dass die Umsetzung der Neuerungen die ohnehin hohe Arbeitsbelastung weiter verschärfen wird. Besonders kritisch bewerten wir den erneut viel zu kurzen zeitlichen Vorlauf.
Weisungen werden erst Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni erwartet, obwohl die gesetzlichen Änderungen bereits zum 1. Juli in Kraft treten sollen.
Die aktuelle Diskussion zeigt deutlich: Die Bereitschaft der Beschäftigten, Veränderungen konstruktiv mitzutragen, ist weiterhin vorhanden. Gleichzeitig wächst jedoch der berechtigte Wunsch nach mehr Verlässlichkeit, besserer Vorbereitung, ausreichendem zeitlichen Vorlauf und einer stärkeren Orientierung an den tatsächlichen Bedingungen in der Praxis.
Als Fachgewerkschaft fordern wir deshalb klare und realistische Prioritätensetzungen.
Zusätzliche Aufgaben dürfen nicht dauerhaft ohne zusätzliches Personal übertragen werden. Wo neue Belastungen entstehen, muss an anderer Stelle konsequent entlastet werden. Insbesondere das ausufernde Controlling gehört deutlich reduziert. Darüber hinaus muss die Verantwortung der Träger für Qualifizierung und Fortbildung endlich stärker in den Fokus rücken.
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