Rechtsanspruch unter Beschuss
Diskussion über Teilzeit: Schluss mit der Schlagzeilenpolitik
Der CDU-Wirtschaftsflügel stellt den Rechtsanspruch auf Teilzeit infrage – mit Verweis auf Fachkräftemangel und wirtschaftlichen Druck. Eine Debatte, die komplexe Arbeitsrealitäten auf eine einfache Forderung reduziert.
Der CDU-Wirtschaftsflügel stellt den Rechtsanspruch auf Teilzeit infrage – mit Verweis auf Fachkräftemangel und wirtschaftlichen Druck. Eine Debatte, die komplexe Arbeitsrealitäten auf eine einfache Forderung reduziert.
Teilzeitarbeit ist kein „Lifestyle“ oder Ausdruck mangelnder Leistungsbereitschaft, sondern häufig die Folge unzureichender Betreuungsinfrastruktur, unbezahlter Sorgearbeit sowie zunehmender gesundheitlicher und psychischer Belastungen. Diese Realitäten auszublenden und Teilzeitarbeit zu diskreditieren, verschärft bestehende Ungleichheiten – insbesondere zulasten von Frauen.
Der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer und Milanie Kreutz, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung und stellvertretende dbb Bundesvorsitzende, stellen der Teilzeit-Debatte eine klare gewerkschaftliche Position entgegen: Sie kritisieren eine Politik, die strukturelle Probleme ausblendet und stattdessen Beschäftigte unter Druck setzt. Teilzeitarbeit werde diskreditiert, unbezahlte Sorgearbeit, fehlende Betreuung und gesundheitliche Belastungen ignoriert – mit besonders schweren Folgen für Frauen.
Die vbba und die vbba-Frauenvertretung schließen sich der Stellungnahme unseres gewerkschaftlichen Dachverbands dbb ausdrücklich an.
Als Fachgewerkschaft setzen wir uns gemeinsam mit dem dbb dafür ein, Arbeitsbedingungen zu verbessern, die Vereinbarkeit, Gesundheit und gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen, anstatt bewährte Schutzrechte infrage zu stellen.
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