05.09.2017

Bundesagentur für Arbeit

Tarifpolitischer Austausch

Am 31. August 2017 kamen Vertreter des dbb mit dem neuen Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frau Valerie Holsboer, Vorstand des Bereichs Ressourcen der BA, zu einem Spitzengespräch zusammen. Willi Russ, Fachvorstand Tarifpolitik und Siglinde Hasse, Verhandlungsführerin für die Tarifverhandlungen bei der BA, besprachen mit Valerie Holsboer und Michael Kühn, dem Geschäftsführer Personal und Organisationsentwicklung, die Zukunft der gut funktionierenden Sozialpartnerschaft zwischen dbb und BA.

Der dbb nutzte die Zusammenkunft unter anderem, um ein immer noch bestehendes Problem anzusprechen: Die unterschiedliche Bezahlung in den Jobcentern. Ursache ist die Mischverwaltung der Jobcenter. Dort gibt es zwei Tarifverträge. Angewendet werden für die kommunalen Beschäftigten der TVöD und für die Kollegen und Kolleginnen der BA der TV-BA. Dies führt zu teilweise erheblichen Gehaltsunterschieden auf Seite der kommunalen Beschäftigten. Obwohl die Arbeit inhaltlich gleich ist, werden die kommunalen Beschäftigten schlechter bezahlt. Hier sieht auch die BA Handlungsbedarf. „Die Position des dbb ist eindeutig“, so Willi Russ, „wir fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit. Die unterschiedliche Bezahlung ist ein Unding und gehört beendet. Wenn sich das Problem nicht auf tarifvertraglicher Ebene lösen lässt, muss eben die Politik handeln.“ Der dbb wird sich weiter dem Thema widmen. Aufzugeben, weil die kommunalen Arbeitgeber und die TdL nicht willens sind, sich des Themas anzunehmen, ist keine Option. Wir setzen uns weiter für die Beschäftigten der Jobcenter ein.

 

Mitgliederinfo des dbb vom 04.09.2017 (PDF)

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