vbba auf dem CSD Berlin 2025:
Farbe bekennen zu Diversität und Gleichberechtigung
Premiere auf dem Berliner Christopher Street Day: Die vbba hat sich erstmals mit einer eigenen Fußgruppe zum politischen Protestzug angemeldet und für queere Rechte demonstriert. Die Gewerkschaftsmitglieder sind unter dem Motto „Nie wieder still!“ mit einer halben Million Menschen für echte Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Selbstbestimmung auf die Straße gegangen.
Der CSD ist keine Parade, sondern eine politische Demonstration. Mehr denn je ist es erforderlich, die Stimme für die Rechte der queeren Community zu erheben. Das gesellschaftliche und politische Klima in Deutschland ist rauer geworden. Die Zahl der Übergriffe und Anfeindungen gegen Schwule, Lesben, Transsexuelle und andere Angehörige der LGTBQ+ Community hat massiv zugenommen. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, polarisiert nun auch noch die deutsche Regierungspolitik.
Anstatt wegzusehen, gilt es, beherzt gegen Hass, Ausgrenzung und Benachteiligung einzugreifen. Die vbba hat die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet und bekennt auch in der Öffentlichkeit (Regenbogen-)Farbe: „Wir stehen für Diversität und Gleichberechtigung ein“, unterstreicht André Zimmermann, der für die vbba an der Demonstration teilnahm. Er und die anderen Teilnehmenden setzen damit ein Zeichen für die demokratischen Grundrechte und der dazu gehörenden Freiheit von Geschlechtern und sexueller Orientierung.
Dem Aufruf zum 47. Christopher Street Day folgten zahlreiche Unternehmen und Organisationen mit 80 Trucks sowie 100 Fußgruppen. Der CSD bündelt nach Angaben der Veranstaltenden die Forderungen an Politik, Gesellschaft und Institutionen für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und Selbstbestimmung. Mit dem Motto „Nie wieder still!“ wolle man laut und sichtbar darstellen, dass queeres Leben gefährdet, verdrängt und angegriffen werde – in Berlin, deutschlandweit und global. Von den politischen Entscheidern werde mehr zum Schutz der queeren Community gefordert. Dazu gehöre auch die Aufnahme queerer Menschen ins Grundgesetz, die nicht länger auf ihre Verfassungsanerkennung warten dürften.
Text und Fotos: Bernhard Brügger
