13.11.2018

Detlef Scheele im Gespräch mit der vbba

„Politik setzt auf die BA und ihre Beschäftigten“

Funktionszulagen für Beamte im Gesetzgebungsverfahren

 

Bei der in Nürnberg stattgefundenen Tagung des vbba-Bundeshauptvorstandes nutzte BA-Vorstandsvorsitzender Detlef Scheele nach einem prägnanten Impulsreferat die Gelegenheit zum offenen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen.

Der demografischen Wandel, wachsender Fachkräftemangel und die Digitalisierung stellen für die deutsche Wirtschaft und den Arbeitsmarkt erhebliche Herausforderungen dar. Die BA will diesen Entwicklungen mit dem Konzept der Lebensbegleitenden Berufsberatung (LBB) begegnen (wir berichteten). Es gilt die Potenziale für den Arbeitsmarkt besser auszuschöpfen. So soll zum Beispiel bei (drohenden) Studien- und Ausbildungsabbrüchen schneller und umfassender gehandelt werden. Zur Diskussion um die avisierte Bewertungsanpassung auf Beraterebene (TE III/A11) sagte Scheele, dass sich diese Aussage zum jetzigen Zeitpunkt auf LBB vor dem Erwerbsleben bezieht. LBB im Erwerbsleben werde erst im nächsten Jahr in die abschließende Betrachtung genommen.  Einigkeit bestand zwischen BA-Chef Scheele und dem Bundesvorsitzenden Waldemar Dombrowski, dass im Tarifbereich ein „Kuddel-Muddel“ herrscht, dass bei Zeiten auf den Prüfstand sollte. Aus unserer Sicht gilt es die Wettbewerbsfähigkeit der Arbeitsgeberin BA angesichts der demografischen Entwicklung zu stärken. Die vom dbb beamtenbund und tarifunion und der vbba-Bundesleitung vorangetriebene Regelung zur Schaffung von tätigkeitsunabhängigen Funktionsstufen für Beamtinnen und Beamte in der BA befindet sich derzeit im Gesetzgebungsverfahren. Dieser überfällige Schritt zu mehr Fairness wird von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen zurecht erwartet.

Herr Scheele machte deutlich, dass die Beschäftigten in den Jobcentern und Arbeitsagenturen eine gute Arbeit machen und damit einen wichtigen Beitrag für Wirtschaft und Gesellschaft leisten. Deshalb setzt die Politik auch in Zukunft auf die BA. Dies werde beim kürzlich verabschiedeten Teilhabechancengesetz ebenso deutlich wie beim Qualifizierungschancengesetz (derzeit Gesetzesentwurf der Bundesregierung).

Ohnehin haben wir sehr viel Potenzial bei den Beschäftigten in der BA, so will Detlef Scheele die externen Beratungsleistungen sukzessive reduzieren.

Den konkreten Hinweisen unserer vbba-Jugend, wonach die abgeforderten Prüfungsleistungen an der HdBA teilweise kritische Fragen aufwerfen, will er ausdrücklich nachgehen.

Es besteht die gemeinsame Auffassung, dass einer fundierten und nachhaltigen Qualifizierung angesichts der erhöhten Anforderungen eine größere Rolle zukommen muss. Der Vorstandsvorsitzende kündigte eine Qualifizierungsoffensive in der BA an. Bei der Rekrutierung von Personal darf es keine Denkverbote geben.

Waldemar Dombrowski und Detlef Scheele wollen weiter im Gespräch bleiben.

 

vbba-aktuell vom 13.11.2018 (PDF)

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