01.03.2016

Steuerung und Controlling - Irritationen und Defizite!

Häufigkeit von Beschwerden hat zugenommen!

Halten sich Regionaldirektionen nicht an die Spielregeln?

 

In den vergangenen Monaten hat uns vermehrt Kritik von Kolleginnen und Kollegen erreicht, die sich auf die Thematik „Steuerung und Controlling” bezieht. Aus verschiedenen Arbeitsagenturen unterschiedlicher RD-Bezirke erreichten uns Meldungen, wonach der Bottom-Up-Prozess (von unten nach oben) unterlaufen werde.

Danach geben einige Regionaldirektionen bereits während der Erörterung in den Teams den Agenturen vor, wie das Ergebnis des Agenturvorschlages maximal aussehen darf. Natürlich beinhaltet der Zielfindungsprozess das Element des Aushandelns zwischen den Ebenen. Aber hier wird offensichtlich in einem sehr frühen Stadium - ohne die Kenntnis der lokalen Argumentation - eine Vorgabe gemacht, die den Bottom-Up-Prozess eindeutig unterläuft.

 

Für Kopfschütteln sorgt zudem die zum Jahresende bekannt gewordene Vorgabe, wonach 60 Prozent der geplanten Eintritte in Maßnahmen bereits in der ersten Jahreshälfte erfolgen müssen. Diese zentrale Initiative kam erst, nachdem die Planungen der Agenturen unter Berücksichtigung des örtlichen Arbeitsmarktes faktisch abgeschlossen waren. Mit Blick auf die guten Jahresergebnisse 2015 sollte den Kolleginnen und Kollegen vor Ort die Verantwortung für Umfang und Lage des Einkaufs von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten überlassen werden. Denn diese tragen die Verantwortung für die Erfolgsquote der Maßnahmen. Zudem war die Kommunikation in Richtung der Regionaldirektionen zu Beginn offensichtlich nicht ausreichend präzise. Pauschale und undifferenzierte Vorgaben sind ohnehin fachlich bedenklich, weil sie die Dynamik der lokalen Arbeitsmärkte und die unterschiedlichen Förderintensitäten der Dienststellen außer Acht lassen. Damit sind sie ein Risiko für den nachhaltigen Erfolg!

 

In einem Gespräch mit der Zentrale haben wir unsere Kritikpunkte angebracht!

 

Kollegin Helga Duhme-Lübke, Koordinatorin der vbba - Grundsatzkommission Steuerung und Controlling stellt klar: "Es kann nicht sein, dass der mitarbeiterorientierte Bottom-Up-Prozess von oben unterlaufen wird. Dies müsse für die Zukunft klar ausgeschlossen werden!"

 

 

vbba aktuell vom 01.03.2016 (PDF)