24.09.2018

Lebensbegleitende Berufsberatung macht Sinn

„Vorauseilenden Gehorsam“ stoppen!

Zentrale muss endlich Voraussetzungen schaffen!

Wir haben die Konzeption der Lebensbegleitenden Berufsberatung (LBB) von Anfang an grundsätzlich unterstützt, weil sie eine gute Antwort auf die künftigen Herausforderungen des Arbeitsmarktes sein kann. Für die BA und ihre Dienststellen gilt es, sich strategisch richtig aufzustellen.

Die beabsichtigte stufenweise Einführung – beginnend mit der LBB vor dem Erwerbsleben – ist nachvollziehbar, wobei die aktuellen politischen Planungen hier noch eine Dynamik mit sich bringen könnten.

Da neue/weitere Personengruppen zu erschließen sind und ein höherer Durchdringungsgrad angestrebt wird, wird unseres Erachtens die Personalausstattung in den betroffenen Teams zu erhöhen sein (vor allem Beratungs- und Vermittlungsteams sowie Eingangszonen und Service Center).

Die vbba -Bundesleitung hat sich an den Vorstandsvorsitzenden Detlef Scheele gewandt, da die Zentrale auf der Basis der Pilotierungserkenntnisse endlich die Voraussetzungen schaffen müsse, um eine erfolgsversprechende Implementierung in der Fläche zu ermöglichen:

  • Ein dem Mehraufwand entsprechendes und damit tragfähiges Personalkonzept muss endlich vorgelegt werden!
  • Notwendig ist auch ein fundiertes und nachhaltig wirkendes Qualifizierungskonzept!
  • Die unterschiedliche räumliche und technische Situation an den Schulen und Hochschulen ist zu berücksichtigen (Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz sowie Dienstleistungsqualität)!
  • Erhöhte Außeneinsätze, z.B. in Schulen und Hochschulen, dürfen hinsichtlich der Arbeitszeit nicht zu Lasten der Kolleginnen und Kollegen gehen!
  • Die Kalkulation für ein erhöhtes IT-Budget muss in die Planungen einfließen.

Uns sind Fälle bekannt geworden, in denen Teams der Berufsberatung bereits den Auftrag erhalten haben, die LBB – Konzeption umzusetzen. Dieser vorauseilende Gehorsam ist kontraproduktiv, weil die personellen, qualifikatorischen, organisatorischen und räumlichen Aspekte offensichtlich unbeachtet bleiben. Dies gilt es zu unterbinden!

vbba-Gewerkschaftschef Waldemar Dombrowski mahnt zu mehr Tempo: „Wenn man beim Verwaltungsrat und HPR zeitnah Entscheidungen herbeiführen will, damit in der Fläche die entsprechenden Vorbereitungen getroffen werden können, dann muss schnellstens eine Gesamtkonzeption her. Diese muss selbstverständlich ein Personal- und Qualifizierungskonzept beinhalten.“

 

vbba-aktuell vom 24.09.2018 (PDF)

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